Lohnt es sich für 14 Tage nach Südafrika zu fliegen?
Na klar 🙂 Wenn du bereit bist eine Inlandsstrecke mit dem Flugzeug zurückzulegen hast du keinen Stress. Du gewinnst einen Überblick in einer Reise durch Südafrika in 14 Tagen und möchtest dann sicher wieder kommen.
Idealerweise bringst du drei Wochen Zeit mit, aber auch in 14 Tagen kannst du für ungefähr 4650 € pro Person mit uns buchen (gerechnet für eine Reise als Paar, es wird günstiger, je mehr Leute ihr seid). In diesem Preis ist der internationale Flug, ein Inlandsflug, Unterkunft (und die Mahlzeiten in den Unterkünften), Auto, Reiseleitung und Fahrer enthalten. Die Fahrzeiten sind für Nichtkenner des Landes oft schwer einzuschätzen, da es zu Verzögerungen kommen kann, die landestypisch sind.
Wer in Deutschland im Angestelltenverhältnis arbeitet, hat meist maximal 14 Tage Urlaub am Stück. Manchmal lässt sich das klug planen, Feiertage, Brückentage – wir kennen das Spiel. Südafrika hat als Urlaubsdestination den klaren Vorteil, dass der Zeitunterschied zu Europa maximal eine Stunde beträgt. Im europäischen Sommer sind wir in der gleichen Zeitzone. Damit sind wir bei den Jahreszeiten.

Wann ist es in Südafrika am schönsten?
Dies Frage lässt sich so einfach nicht beantworten. Schau doch mal den Artikel über die beste Reisezeit an, dann hast du einen ersten Eindruck. Das West Kap ist in den Monaten Juni-September eher ungemütlich, aber super zum Wandern, weil es nicht so heiß ist und du nicht schon um 4:00 auf den Berg steigen musst, damit du nicht schmilzt.
Der Dezember ist einfach nur voll. In Südafrika sind die längsten Ferien von Mitte Dezember bis Ende Januar – es ist eigentlich überall voll.
Durban hat nettes Winterwetter (Juni-September) ist aber nicht jedermann’s Geschmack.
Die Gardenroute ist in den Übergangszeiten richtig schön – also Oktober/November und April/Mai. Wer zum Klettern in die Cederberge möchte, der entscheidet sich am besten für den hiesigen Winter, wenn die Felsen gut unfassbar sind (in den Monaten Dezember bis März verbrennt man sich da die Finger).
Die Sommer in Johannesburg sind heiß und feucht, in den Übergangsmonaten und im Winter kann es nachts empfindlich kalt werden, aber es regnet selten.
In den Drakensbergen und Lesotho kann im Winter Schnee liegen, was natürlich seinen ganz eigenen Charme hat.
An der Westküste nördlich von Kapstadt blühen im August und September Myriaden von Blumen – auch das: mega schön.
Welche Route passt zu dir?
Die meisten Besucher Südafrikas möchten die mega Fauna bestaunen – ganz klar. Wer aber schon häufiger hier war, der weiß, dass das nur ein Bruchteil dessen ist, was das Land zu bieten hat.
Die klassischste aller Routen ist die Gardenroute – über diesen Abschnitt lässt sich sagen, dass er das ganze Jahr über seinen Reiz hat, besonders aber in den Monaten Januar bis Mai. Je nach Monat beginnst oder endest du den Trip in Kapstadt und bleibst in der Mother City 4/5 Tage, damit du dort einen Eindruck gewinnen.

Hier kommt der Tour operator entscheidend ins Spiel – local is lekker! Auf eigene Faust kannst du natürlich alle Spots abklappern, die auf IG und sonst wo erwähnt werden, aber nur, wer hier lebt, kann dir ein echt individuelles Erlebnis bescheren. So sind wir auf der letzten Tour mit einer Freundin des nächtens auf Chamäleon Pirsch gegangen – für die Gäste ein unvergessliches Erlebnis und wirklich einzigartig, denn man muss ja wissen, wo die Chamäleons sich so aufhalten, um sie zu finden oder haben ein Live Concert besucht usw.
Die Gardenroute extended
Du kannst von Kapstadt nach Gqeberha fahren oder umgekehrt. Eine Verlängerung gen Nordosten ist auch eine schöne Idee. Wieso nicht mal in East London anfangen? Der Abschnitt heißt dann nicht mehr Gardenroute, ist aber noch relativ unentdeckt von Touristen. Das bedeutet: es bleibt bitte unter uns, niedrigere Preise und entspannteres Reisen.
Von East London aus nimmst du die R72 entlang der Küste und fährst Stichstraßen zum Meer runter wie es dir gefällt. Für Reiter ist die Küste ein Paradies und du kannst eigentlich schon ein paar Tage hier lassen.
Übernachte dann in Kenton-on-Sea in einem der 3 Big 5 Game-Reserves und erlebe Safari ohne Angst vor Malaria. Aber vielleicht willst du am ersten Tag ja auch schon bis Gqeberha (Port Elizabeth) fahren? Der Addo Elephant National Park liegt auf deinem Weg und auch Shamwari ein weiterer Big 5 Game Park. Dann geht’s gemütlich weiter über Jeffrey’s Bay und St. Francis nach Stormsriver, wo du wandern, Kayak fahren und Bungeejumpen kannst.
Vielleicht möchtest du einen Abstecher in die Baviaanskloof Berge machen? Das kostet dich mindestens 3 Tage und du hast nicht viele erlebt.
Plettenberg Bay ist immer einen Stop und eine Übernachtung wert. Das Barringtons in der Piesang Valley road ist unser Tip zum Essen gehen und nach einer Wanderung auf der Robberg Halbinsel schmecken die Scones bei Ouland Royale Magical Barn einfach galaktisch gut!
Old Nick ist ein super schöner Pippi-Stop – nimm ein bisschen Geld in die Hand und gönne dir einen Schlafanzug aus Leinen von Mungo, die dort ihre Weberei haben!
In Knysna sind natürlich die Heads das Highlight. Die natürliche Hafeneinfahrt ist ein optischer Genuss. Hier kannst du auch Tage verbringen – ganz klar – aber auch durchfahren ist schön.
In Wilderness übernachten ist deshalb traumhaft, weil du während der Walsaison die majestätischen Tiere vom Bett aus beobachten kannst. Dann ein Kaffee im Örtchen (kannst du zu Fuß hin laufen!) und Abendessen bei Salinas ist auch nur ein kurzer Spaziergang von dem Hotel, welches wir dort für dich buchen ;-).
In Wilderness musst du dich entscheiden, ob du über Mosselbay oder Oudtshoorn weiterfahren möchtest. Deshalb teilen wir das hier mal auf.

Tag 1: Kapstadt nach East London Flug nach Kenton-on-Sea 2,5 Stunden Fahrt oder
Tag 2: nach Kenton-on-Sea 2,5 Stunden Fahrt
Tag 3: Faulenzen in Kenton oder du hast dich in eines der Game Reserves eingebucht
Tag 4: Game reserve ODER weiter in den Addo Elephant National Park 2Stunden Fahrt
Tag 5: Jeffreys Bay oder St. Francis Bay oder du bist noch im Addo 3 Stunden Fahrt
Tag 6: Stormsriver 1,5 Stunden Fahrt
Tag 7: Stormsriver zum Wandern, Kayaken und so
Tag 8: Plettenberg Bay 1 Stunde Fahrt
Tag 9: Wilderness 1 Stunde Fahrt
Via Oudtshoorn
Das ist ein bisschen Fahrerei, aber worth it!
Das Hinterland – die kleine Karoo – ist traumhaft schön. Weiter Himmel, schnurgerade Straßen (R62), Strauße, die Cango Caves und Erdmännchen warten darauf, von dir entdeckt zu werden. Eventuell möchtest du auch einfach weiter in die große Karoo und den Swartberg Pass fahren? Prince Albert am nördlichen Ende des Swartberg Passes ist ein entzückendes kleines Örtchen mit guten Coffee Milkshakes. Von Prince Albert nimmst du dann die N1 nach Laingsburg und dann über den Seweweekspoort Pass nach Barrydale, wo ich übernachten würde. Wieder: super Coffee Milkshakes beim Blue Cow Café, sensationelles Brot im Karoo Hotel und das Essen bei Mez Karoo kitchen ist einfach eine Sensation. Die schönste Übernachtung hatte ich dort in The Karoo Moon House and Cottage in der Hill Street. Super stylish. Die Handtücher in dieser Unterkunft sind aus der Weberei am Ort und du kannst bei sie MUD auf der R62 am östlichen Ortseingang kaufen.
Du merkst schon: ich bin Barrydale Fan.
Der Tradouwpass führt dich dann über Suurbraak [ˈsœːrbraːk], das doppelte ‘u’ wird wie ein ‘ü’ mit Tendenz zum ‘i’ gesprochen, nach Swellendam. Der Bontebok National Park ist nicht wirklich besonders aber ein Nachmittag im Park am Breede Fluss ist nicht zu verachten. Wenn du die Straße nach Bredasdorp nimmst, kommst du an den südlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents: Cape Agulhas.
Die Fischerdörfer Arniston und Struisbaai sind niedlich und dann ist aber wirklich Zeit nach Kapstadt zu fahren! Aber … also Stanford (croissant essen bei Ou de Meul) und Hermanus sind da noch dazwischen und auch einen Stop wert vor allem während der Walsaison. In Hermanus musst du nicht aufs Wasser raus, um zwischen Juni und November Wale zu sehen. Der super schöne und in 2025 komplettierte 6,8km lange Küstenpfad bietet eine Sicht auf die Meeressäuger vom Ufer aus. Natürlich musst du bei Dutchies am Grotto beach zum Essen bleiben. Lunch oder dinner oder beides 🙂
Tag 10: Oudtshoorn/Prince Albert 1 Stunde Fahrt von Wilderness nach Oudtshoorn oder 3 Stunden bis Prince Albert
Tag 11: Barrydale 4,5/5 Stunden von Laingsburg über den Seweweekspoort Pass
Tag 12: Kapstadt 5 Stunden Fahrt von Barrydale über Cape Agulhas nach Kapstadt
Tag 13: Kapstadt
Tag 14: Kapstadt

Über Mossel Bay
Gleich vorweg – ich bin kein großer Fan von Mosselbay. Der Bartolomeu Dias Museum Complex ist ganz cool, weil es dort eine Replik von Dias Schiff zu sehen gibt und jede nur erdenkliche Muschel, die jemals in Südafrika gefunden wurde. Für Muschel-Fans: Ein Muss!
Außerdem kannst du am Santos Beach in einem ausrangierten Zug übernachten und in Mosselbay die Zipline buchen. Apropos Zipline: die tollste des Landes befindet sich im Norden bei Tzaneen. Hier fliegst du 11 mal kreuz und quer über den Fluss – wirklich richtig schön.
Mosselbay hat viel petrochemische Industrie, deshalb riecht es dort nicht so gut und der Anblick ist auch nicht grade toll.
Zurück auf der N2 kannst du dann die gleiche Route fahren wie unter Route 2 beschrieben.
Tag 10: Wilderness nach Mosselbay 1 Stunde Fahrt
Tag 11: Mosselbay nach Cape Agulhas 4 Stunden Fahrt
Tag 12: Agulhas nach Kapstadt 3 Stunden Fahrt
Tag 13: Kapstadt
Tag 14: Kapstadt
Wie minimierst du die Kosten einer 14-tägigen Reise an der Gardenroute?
Unterkünfte sind natürlich eine Möglichkeit, die Kosten deiner Reise zu minimieren. Es gibt von bis wirklich alles auf dieser Strecke. Wenn du ein Zelt kaufst und dann von Campingplatz zu Campingplatz fährst, ist das eine super günstige Variante, die wirklich Freude machen kann.
Bei den festen Unterkünften gibt es vor allem in Wilderness und Plettenberg Bay nach oben wenig Beschränkungen, aber auch günstige Guesthäuser.
Airbnb ist natürlich immer eine Option, aber ganz ehrlich: nachdem mir klar wurde, dass der Mietmarkt durch diese Geschichte für Einheimische quasi unerschwinglich wird, ist das keine gute Idee.
Ein lokaler Vermieter, und Airbnb Alternative, ist lekkeslaap.
Essengehen ist in Südafrika vergleichsweise günstig und zur Zeit (Dezember 2025) kannst du mit einem Glas Wein für ein leckeres Essen mit ca. 300 ZAR rechnen.
Im nächsten Artikel gibt es Ideen für eine Südafrika-Rundreise-14-Tage mit Einbezug des Krüger Nationalparks.
